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27 Juni 2009 by Doreen

Erfahrungsbericht: 1 Jahr Fotografieren mit DSLR

Während ich gerade die Highfield-Bilder vom letzten Jahr bearbeite, fällt mir auf: seit etwas über einem Jahr fotografiere ich nun mit DSLR. Und seitdem hat sich viel verändert:

1. Ich fotografiere nur noch manuell, also im Modus M. Keine Halbautomatiken mehr. Für mich funktionieren die einfach nicht. Vor allem nicht in der Konzertfotografie, auch wenn es zunächst der einfachere Weg ist.

2. Ich bearbeite meine Bilder mit Photoshop Elements. Bis etwa August 2008 habe ich meine Bilder ca. 2 Jahre lang mit ACDSee bearbeitet. Ein gutes Einsteigertool, aber mit Photoshop kann man deutlich mehr aus den Bildern holen, auch wenn ich manch praktische Funktion von ACDSee vermisse. Das Handling von Photoshop Elements ist deutlich verbesserungswürdig, aber das Ergebnis macht es wieder wett. Ich habe viel in Sachen Fotobearbeitung gelernt …

3. Die Schnelligkeit. Sowohl was das Fotografieren selbst betrifft … Irgendwann bekommt man einfach ein Gefühl von Blende und Zeit und welche sonstigen Einstellungen man vornehmen muss. Und auch da werd ich in einem Jahr noch viel dazugelernt haben …
b.) Als auch die Verarbeitung der Bilder. Die Postproduction ist nicht mein Freund. Ich bin alles andere als entscheidungsfreudig und das wird mir oft zum Verhängnis. Aber auch da hab ich mich schon verbessert im letzten Jahr. Das Sortieren geht nun um einiges schneller. Aber da geht noch was, denn ich bin immer noch zu langsam. Jede Woche kommen neue Bilder hinzu und die wenigsten davon sind online.

4. Das Allgemeine Wissen um die Fotografie. Was zeichnet ein gutes Bild aus? Das lernt man nur mit der Zeit. Und denkt beim Anschauen alter Fotos: Gott, wie konntest du nur diesen und jenen Fehler machen. Völlig verkorkste Bildausschnitte, kippende Horizonte, falsch fokusiert, etc.

5. Das Equipment. Vor einem Jahr bin ich mit 1 Kamera und 1 Objektiv auf Konzerte gegangen. Heute sind es meist 3. Das 18-50 mm, was mich leider nicht mehr so begeistert, das Nikkor 50 mm f1.4 und das Sigma 30 mm f1.4. Und da müsste eigentlich noch ein Weitwinkel mit. Ich bin noch immer kein Freund vom Geschraube, aber ohne gehts leider auch nicht. Jetzt fehlt noch ein Objektivgürtel o.ä. um das ganze etwas praktischer zu gestalten ;) .

6. Die Liebe zur Schwarz-Weiß-Fotografie. Wer meine Bilder verfolgt, wird feststellen, dass viele der Konzertbilder in letzter Zeit schwarz/weiß sind. Manche Motive sind einfach dafür gemacht, sie in schwarz/weiß zu präsentieren :D .

Fink live in Hamburg
Foto mit der D90 und dem Sigma 18-50

7. Die Qualität der Fotos. Natürlich als Summe der einzelnen Teile. Wo ich vor einem Jahr noch gefrustet vorm Monitor saß, denke ich heute viel öfter: gutes Bild! Fotografie soll für mich vor allem eins: Spaß machen. Mit der D90, den Festbrennweiten für Konzerte und dem 18-105 mm für Reisefotografie habe ich nun die Freude am Fotografieren zurückerlangt.

Und so lautet mein Urteil: Pro DSLR. Wo ich ursprünglich noch Bedenken wegen des Gewichts, der Größe und dem Geschraube hatte, stört mich das nun überhaupt nicht mehr. Im Gegenteil: mit Kompakten komme ich gar nicht mehr klar. Und Platz für die Kamera und 1 Objektiv ist immer irgendwie, selbst in meiner Handtasche ;) . Ich hätte den Schritt schon viel früher wagen sollen, so sind mir doch einige gute Bilder durch die Lappen gegangen. Ich hätte nicht gedacht, wie viel Spaß Fotografie machen kann und auch nicht wie leicht es ist, ein freigestelltes Foto zu schießen. Wer kennt das nicht: man sieht ein Porträtfoto und denkt: wow. Dann hält man eine DSLR in den Händen, dreht einmal am Blendenrad und das wars :D .

Highfield Festivalgelände 2008
Foto mit der D50 und Sigma 18-50

Ich möchte mein Baby also nicht mehr missen. Die Freistellfunktion, Lichtstärke, das Format der Fotos und der Weitwinkel sind 3 unschlagbare Argumente. Ich freu mich auf die Festivalsaison und den nächsten größeren Urlaub! Die letzten Jahre hatte ich beinahe jedes Jahr eine neue Kamera. Am Beispiel Highfield: 2005 fotografierte ich noch analog mit der Praktica, 2006 mit der Panasonic, 2007 mit der Sony, 2008 mit der D50 und 2009 mit der D90. Ich hoffe, dass ich nun wirklich angekommen bin und nicht in einem Jahr wieder nach einer neuen Kamera schiele. Denn Nikon schläft nicht … Und ich freue mich auf viele weitere Jahre DSLR-Fotografie, es gibt noch viel zu lernen und zu verbessern …

Update: Den Teil des Berichts, wie ich zur Fotografie kam, habe ich nun ausgelagert und findet sich jetzt hier.

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Posted in Blog, Fotografie and tagged with camera, d50, d90, dslr, Erfahrungsbericht, fotografie, Fotografieren, kamera, konzertfotografie, landschaftsfotografie, linse, Nikkor 18-105 mm, Nikkor 50 mm f/1.4, nikon, objektiv, Panasonic Lumix DMC LZ-2, practika, praktica, Sigma 18-50 f/2.8, sigma 30 mm f/1.4, slr, sony dsc h5, spiegelreflex. RSS 2.0 feed.
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4 Responses to Erfahrungsbericht: 1 Jahr Fotografieren mit DSLR

  1. Bartron says:
    28 Juni 2009 at 11:42

    Auch wenn das nicht meine Welt ist, das Fotografieren, macht es immer Spaß Berichte von Leuten mit Leidenschaft zu lesen.Und die Fotos seh ich mir ja dann auch immer gern an, weil sie auch einfach gut sind.

    Also 2 Daumen hoch.

  2. Doreen says:
    28 Juni 2009 at 14:33

    Danke Andreas!

  3. fab says:
    1 Juli 2009 at 10:01

    Zwei Daumen, tz, 5 Sterne gibts hier ;)

    Ist aber wirklich eine feine Liste, schön das einmal zu lesen!

  4. Doreen says:
    1 Juli 2009 at 19:54

    danke :) .

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DoreenBorn 1982 in Saalfeld, Germany | lived one year in Patagonia | currently living in Hamburg | travelled through South America | addicted to music and concerts | loves dark chocolate, Argentinean wine, her bike and of course Photography!

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