Plattentipp: Fink – Distance & Time
Singer/Songwriter haben es bei mir eigentlich schwer. Vieles klingt gleich – bei der klassischen Besetzung von nur 1 Gitarre und 1 Stimme auch kein Wunder. Mittlerweile wurde auch schon alles zum Thema Liebe gesagt. Da muss schon etwas besonderes daher kommen, um mich zu beeindrucken. Ein Herr Conor Oberst z. B., oder eben Fink.
Wenn ich dieses Album höre, bekomme ich noch immer eine Gänsehaut. Wegen Finks Stimme. Jeder einzelne Song geht durch die Haut. Dazu am besten: Augen schließen und genießen. An einem verregneten Sonntagnachmittag auf der Couch (was für ne blöde Floskel, natürlich muss es nicht zwingend regnen! Aber das kommende WE verheißt nichts gutes
) oder während einer Bahnfahrt für mich der perfekte Soundtrack.
Fink kommen aus Bristol und machen sehr eingängigen, aber durchaus anspruchsvollen Singer/Songwriter-Pop. Von der Grundstimmung her eher melancholisch. Fink bestehen aus Fin Greenall aka Fink (Gesang & Gitarre), Guy Whittaker (ja, Rogers Sohnemann am Bass …) und Tim Thornton (Drums). Fink tritt auch gern mal solo auf - ganz klassisch mit nur 1 Gitarre und man vermisst die fehlenden Instrumente gar nicht. Zuletzt 2 mal direkt hintereinander in der Prinzenbar (in Hamburg). Wie sympathisch, statt eines mittel-großen Clubs lieber 2 mal einen winzigen (nein, das 2. war kein Zusatzkonzert, sondern so geplant!) + einen Auftritt bei Michelle Records (Schaufensterkonzert für lau). Ich war leider krank, somit fanden die Konzerte ohne mich statt
. Aber wer sie noch nicht kennt, hier Fotos von einem anderen Konzert.
Fink haben bisher 4 Alben veröffentlicht. „Fresh Produce“ (von 2000), was aber so ganz und gar nicht wie ihre aktuelleren Platten klingt, sondern ins Genre Trip-Hop/Chill-Out fällt, typisch Bristol eben. Wird auch gern mal verschwiegen weiterlesen »
. 2006 erschien dann „Biscuits For Breakfast“, das erste Singer/Songwriter-Album von Fink. Dann “Distance & Time” (von 2007), worum es in diesem Artikel gehen wird, und das aktuelle (2009 erschienen) “Sort of Revolution”. Ebenfalls ein sehr gutes Album (genau wie „Biscuits …“), aber wie so oft, hat man sich einmal auf ein Album eingeschossen, haben es die Nachfolger schwer, in die großen Fußstapfen zu treten (”Distance …” war das erste, was ich gehört habe).








