Indiebands aus Hamburg – meinem jetzigen Wohnort – kennt man ja: Kettcar, Tomte, Olli Schulz und der Hund Marie, Home of The Lame, Gisbert zu Knyphausen, Die Sterne, Tocotronic, etc pp. Gleich mehrere Indielabels tummeln sich in Hamburg, die prominentesten Vertreter sind GHVC, Audiolith und Tapete Records. Aber Indiebands aus meiner Heimat, Thüringen? Da muss man schon sehr lange graben. Thüringen ist DIE Hochburg des Hardcores (z. B. Maroon aus Nordhausen oder Heaven Shall Burn aus meiner Heimatstadt Saalfeld), Electronic (z. B. Northern Lite aus Erfurt, siehe auch das Sonne Mond und Sterne-Festival an der Bleilochtalsperre), oder auch der zahlreichen Coverbands, die regelmäßig durch die Dörfer tingeln. Wo schon das Highfield als Indie-Festival bezeichnet wird, wo doch hauptsächlich Nicht-Indies auftreten.
Ein Wunder, dass ich da überhaupt auf den richtigen Weg gekommen bin und nicht wie viele andere in Großraumdiskos versackt bin
. Und welch Wunder, dass es eine so britisch/amerikanisch klingende Band wie BLACK TAXXI aus einem Kaff wie Neuhaus am Rennsteig gibt. Sprich: aus dem tiefsten Wald, da wo man im Sommer wandern geht und im Winter Ski fährt. Beruf: Glasbläser, sonst gibt’s da nichts. Außer die schon erwähnten fragwürdigen Coverbands, die die Charts einmal rauf und runter covern und nicht selten 6 Stunden am Abend spielen.
Nicht so verwunderlich ist daher, dass der Sänger gar nicht aus Thüringen stammt, sondern Amerikaner ist. Genau wie der Drummer. Bisher haben sie nur ein paar Demos aufgenommen und sind auch noch nicht viel rumgekommen. Macht nix, dafür klingen die Songs schon verdammt gut. Musikalisch bewegen sie sich irgendwo zwischen Indie und Garage. Schöne schrammlige Gitarren, teilweise dahin gerotzter Gesang. Jetzt noch ein besseres Aufnahmestudio und ab dafür! Oder einfach so lassen und es Authenzität nennen
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Dafür dass sie erst einige wenige Gigs gespielt haben, haben sie schon beachtlichen Erfolg. Sie stehen jetzt im Bundesfinale des Local Vision Band Contest. Den “Soundcheck” konnten sie auch schon für sich gewinnen. Klingt nach einer verheißungsvollen Zukunft. Also wer am 1. August noch nichts vor hat, sollte beim Finale des Local Vision Band Contest in Berlin vorbeischauen. Alle anderen zumindest auf Myspace
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Anspieltipps: “Caroline”; “Ready Set Go” [später umbenannt in "Confetti and Gold"]
Für Fans von Blood Red Shoes, The Strokes, The Von Bondies

PS: Coverbands soll es hier wohl auch geben. „Fleisch ist mein Gemüse“ von Heinz Strunk zeugt davon. Ein bisschen beruhigend. Trotzdem: Bitte mehr Black Taxxis aus Thüringen! Und nicht so viele Polarkreis 18 oder Silbermonds aus Sachsen
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