Eine Abenteuerin war ich schon immer. Als Kind fand ich es wahnsinnig spannend, die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn zu lesen. Ich war auch nicht so wie die anderen Mädchen. Ich stromerte gern draußen rum, kletterte auf Bäume, baute Buden (also kleine Rückzugsorte in der Natur). Jaja, Matchbox-Autos, Lego und Computer hatte ich dann aber auch noch für den Winter ;). Dagegen nie eine Barbie *stolzdraufbin*. Soweit das Klischee. Nee mal im Ernst: es gab ein naturverbundenes Leben vor den Konzerten, man mags kaum glauben.
In meiner späten Kindheit träumte ich dann davon, einfach loszuziehen mit Sack und Pack. Hab ich natürlich nicht gemacht, war ja noch ein Kind. Nach der Lehre wollte ich wieder. Hab ich aber auch nicht gemacht nach einem kurzen und ernüchternden Finanzcheck (im Nachhinein ist man schlauer: für einen kleinen Interrailtrip hätte es wohl gereicht, aber naja, zu spät). Die Situation besserte sich auch erstmal nicht und dann kam Christian und plötzlich war’s vorbei mit der Ungebundenheit und die Idee geriet auch erstmal in Vergessenheit.
Worauf ich hinaus will? I go back to the roots: mit reichlich Verspätung werd ich endlich meinen ersten Backpacking-Trip über mehrere Monate starten. Das Fernweh ist einfach zu groß. Südamerika hab ich mir ausgeguckt, eisern gespart, bzw. bin noch dabei, fleißig spanisch gelernt (ok, das war unabhängig von der Reise, aber kann dort ja nicht schaden …) und viel übers Land gelesen.
Im November soll’s losgehen (wahrscheinlich direkt nach dem K’s Choice Konzert am 12.11., einmal kurz Luft schnappen und los, naja so ähnlich, der 14.11. steht im Moment als Abreisedatum). Für mind. 7-8 Monate will ich Land und Leute kennenlernen. So lange braucht man auch, wenn man nicht jeden Tag den Ort wechseln will, sondern nur alle 3-5 Tage … Ich bleib natürlich auch gern länger (gibt ja vieeel zu sehen), aber das hängt noch von ein paar anderen Faktoren ab. Im Moment sieht’s danach aus, dass ich Mitte Juli 2011 wieder zurück bin. Wenigstens noch ein bisschen deutschen Sommer und Festivals mitnehmen :D.
Ihr dürft gespannt sein, denn hier wird dann nicht das Licht ausgemacht, sondern ich werde von unterwegs bloggen und auch ein paar Fotos einstellen. Ja, ein Netbook und die DSLR müssen mit. Wohl mein einzigster Luxus auf dieser Reise. Denn das ganze wird natürlich Lowbudget sein. Schlafen in Hostels, Reisen mit dem Bus. Immerhin kann ich dann die stundenlangen Busfahrten (gern mal 20-30 Stunden …, Züge gibt’s nicht) mit dem Netbook nutzen, d.h. Reiseberichte schreiben, Fotos sortieren etc. Und muss nicht noch stundenlang in Internetcafés abhängen.
Am gespanntesten bin aber sicher ich. Im Moment gilt es noch viele Fragen zu klären und viele Entscheidungen zu treffen (welche Ausrüstung – was schonmal ne Wissenschaft für sich ist – , Krankenversicherung, Umzug usw.), aber eigentlich würde ich am liebsten gleich morgen los. Fernweh ich komme!
Hier mal meine grobe Reiseroute, wie sie im Moment angedacht ist, aber sich sicherlich unterwegs ändert:
kml-Datei (falls ihr mit Google Earth drüber fliegen wollt, einfach die Datei speichern und mit Google Earth öffnen)
Los geht’s in Rio de Janeiro/Brasilien und enden wird meine Reise in Bogota/Kolumbien.
Wer spontan Lust verspürt, mich ein Stück zu begleiten (am besten am Anfang), darf sich gern melden :).




























